Nachdem ich nun ca. 2 Stunden dran rumgebastelt habe und ich vermutlich nicht der erste bin, der sowas in seinem Leben mal machen muß, habe ich mich entschlossen eine kleine Hilfestellung zu schreiben, aber zuerst mal das Problem.
Das Problem
Ein enger Familienangehöriger hat seit einigen Jahren seinen eMail-Verkehr über Outlook Express auf einem Windows PC abgewickelt. Obwohl IMAP als primäres Protokoll eingerichtet war, wurden lokale Ordner angelegt, in die eMails einsortiert wurden. Vor kurzem entscheidet sich der Computer dazu keine Lust mehr auf Funktionieren zu haben. Ein neuer Rechner soll demnächst angeschafft werden. Diesmal aber kein Windows PC mehr. Es soll ein Mac sein.
Alles kein Problem, denkt sich der erfahrene Administrator: IMAP für Mails ist ja schließlich eingerichtet und die Daten von der Festplatte können wir ja auch noch retten. Ja, denkt er, bis ihm die lokalen Ordner beim Stöbern auffallen. Die müssen ja jetzt irgendwie wieder rekonstruiert werden, aber auf dem Mac gibts kein Outlook Express. Qué lastima!
Voraussetzung und Werkzeug
Für wen sind die nächsten Schritte gedacht und was braucht man dazu? Wenn Du ungefähr folgende Ausgangssituation hast bist Du schonmal richtig:
- .dbx Dateien aus einem Outlook Express Profil oder Backup
- Den Wunsch die Mails in Zukunft in Thunderbird zu haben (z.B. Mac)
Bevor wir loslegen brauchen wir folgende Werkzeuge:
- Eine Windowsinstallation (z.B. VM oder Rechner von einem Bekannten)
- Das dbxconv Tool von Ulrich Krebs [1]
- Das Zielsystem mit einem installierten und mit einem Account eingerichteten Thunderbird
Die Lösung
Von jetzt an geht's eigentlich ganz schnell. Einfach die folgenden Schritte ausführen und freuen:
- .dbx Dateien und dbxconv Tool in ein gemeinsames Verzeichnis auf dem Windowsrechner legen
- Ein Terminal starten und im Verzeichnis "dbxconv *.dbx" ausführen (Bestimmte dbx Dateien lassen sich nicht umwandeln, weil sie von Outlook Express für die interne Verwaltung verwendet werden und keine Mails enthalten, z.B. folders.dbx)
- Die .mbx Dateien auf dem Zielsystem im Thunderbird-Profil ablegen. Unter MacOS befindet sich dieses unter ~/Library/Thunderbird/Profiles/<PROFIL_NAME>/Mail/Local Folders
- Beim starten von Thunderbird werden die Mails jetzt in Ordnern angezeigt, die so heißen wie die Datei.
Ab jetzt muß man sich entscheiden, was man möchte. Ich persönlich würde jetzt neue Ordner auf dem Server anlegen und dann die Mails dort hinein kopieren/verschieben. Aber vorsicht, je nachdem um wie viele Mails es sich handelt kann das abhängig von der Internetanbindung einige Zeit in Anspruch nehmen.
Referenzen
[1] http://www.ukrebs-software.de/german/dbxconv/dbxconv.html
Nur mal eben für zwischendurch für alle, die Debian auf ihrem Server laufen haben und auf die aktuellste Version von TYPO3 aktualisieren wollen. Diese verlangt PHP in der Version 5.3 oder höher. Debian Lenny (stable) kommt aktuell aber nur mit 5.2.x. Um dieses Problem zu beseitigen kann man sich eines zweiten Repositories bedienen, das für die stable Releases auch aktuellere Versionen gebräuchlicher Pakete bereit stellt.
Zunächst in der /etc/apt/sources.list folgendes eintragen:
deb php53.dotdeb.org lenny all
deb-src php53.dotdeb.org lenny all
(für alle die "stable" anstelle von "lenny" in ihrer sources.list haben, entsprechend hier anpassen).
Anschließend bringen die bekannten befehle das ersehnte PHP 5.3 auf den Server:
apt-get update
apt-get upgrade
Das Unglück in Japan hat die Welt und ganz besonders die Medienlandschaft fest in seiner Hand. Obwohl Erdbeben und Tsunami an sich schon ausreichend schrecklich wären um einige Tage drüber zu berichten, ist die Situation im Atomkraftwerk Fukushima I immernoch bedrohlich und wahrlich noch nicht ausgestanden. Immer wieder wird in den Medien darüber berichtet, updates gegeben, Experten befragt und erklärt wie es zu der Situation kommen konnte und was uns ggfs. noch so erwarten könnte.
Da ist die Rede von ausgefallenen Kühlsystemen, so dass die Brennstäbe nicht mehr ausreichend gekühlt werden können, selbst die, die eigentlich garnicht mehr benutzt werden. Bislang war ich immer der Meinung man steckt die Regelstäbe zwischen die Brennstäbe und der ganze Spuk hat ein Ende. Aber weit gefehlt. Die Reaktion klingt nur langsam ab und solange muß gekühlt werden. Wieder was gelernt. Aber das war nicht das einzige was ich in den letzten Tagen gelernt habe und dennoch ist es eine Tatsache die mich nun schon einige Zeit beschäftigt. Warum?
Naiver Lösungsansatz?
Wenn ich die Informationen alle richtig sortiert habe, ist folgendes passiert:
- Das Erdbeben hat einen Großteil der Atomkraftwerke zur Abschaltung gebracht, Notstromaggregate erzeugten danach den benötigten Strom für die Kühlpumpen
- Der Tsunami überrollt das AKW und beschädigt/zerstört die Dieselaggregate. Die zweite Redundanzstufe setzt ein und das Kühlsystem wird über Batterien versorgt
- Nachdem die Batterien den Kreislauf nicht mehr aufrecht erhalten können erhitzt sich das Wasser so stark, dass es verdampft und einen erheblichen Druck im Reaktor aufbaut. Die Stäbe erhitzen sich teilweise soweit, dass Wasserstoff entsteht, dass letztlich auch zu einer Explosion führt (Stichwort: Zeppelin Hindenburg)
- Kann die Kühlung nicht wiederhergestellt und aufrechterhalten werden, droht eine Kernschmelze und vermutlich unweigerlich ein sogenannter Super-GAU
Alles klar soweit. Jetzt kommen wir zu meiner Frage. Das Kühlsystem ist meines Wissens ausgefallen, weil kein Strom mehr vorhanden ist. Inzwischen wird sogar versucht eine Starkstromleitung von woanders her zu legen. Jetzt sind die Pumpen aber doch in einem Atomkraftwerk untergebracht, das weiterhin das Wasser im Reaktor erhitzt, das sonst zum Betrieb der Turbinen und damit zur Stromerzeugung verwendet wird. Für meine Begriffe liegt nun nahe, einfach wie zuvor den Wasserdampf durch die Turbine zu jagen und den dadurch entstehenden Strom in den Kühlkreislauf einzuspeisen.
Aus meiner Sicht hätte das mehrere Vorteile:
- Der Druck im Reaktor sollte deutlich langsamer steigen, weil dem heissen Dampf Energie zur Stromerzeugung in der Turbine entzogen wird
- Der entstehende Strom wird sofort an der Stelle produziert, wo man ihn braucht
- Das Kühlsystem kann wieder seine Arbeit aufnehmen
- Die Stäbe werden gekühlt und klingen mit der Zeit ab, bis sie so kalt sind, dass kein Dampf und damit auch kein Strom mehr produziert wird
- Bis dahin könnte man in Ruhe eine weitere stabile Stromversorgung aufbauen
Vermutlich ist es für solcherlei Maßnahmen inzwischen zu spät und es mag sein, dass diese Interpretation sehr naiv gedacht ist. Aber ich komme einfach nicht drauf, warum das nicht funktionieren sollte. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
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