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Herzlich Willkommen zu einer weiteren Episode meiner "My Traweling Wiss Deutsche Bahn"-Saga. Der erste Abschnitt meiner Reise führte mich nach Frankfurt, wo ich mich ca. 1 Stunde aufhalten sollte, bevor ich in meinen Anschlußzug nach Hamburg einsteigen kann. Aus der Stunde wurden dann nur 40 Minuten, aber für einen Cappucino hat's noch gereicht :-)

Viel witzige gestaltet sich allerdings derzeit der zweite Streckenabschnitt. Zunächst wurden, wegen eines technischen Defektes, die Wagen eins, zwei und drei durch eine Tür vom Rest des Zuges getrennt. Danach stellte man dann fest, ein Fenster ist defekt und die Reise kann nur noch mit 160km/h fortgesetzt werden. Durch die Trödelei mußten wir dann in Göttingen noch einen Zug überholen lassen, was uns noch ein paar kostbare Minuten auf dem Weg nach Hamburg geraubt hat. Aktuell bewegen wir uns in einem Verspätungsbereich von 29-34 Minuten, aber ich vermute, dass sich diese Zeit noch erhöhen wird, bis wir endgültig in Hamburg ankommen.

Bei dem Stichwort "kaputtes Fenster" mußte ich allerdings daran denken, wie wir in Australien das, durch einen Steinschlag, zersplitterte Fenster unseres Holden Commodore mit einem Wundermaterial namens Duct Tape geflickt haben. Das Fenster hielt anschließend noch einigen Strapazen stand, bevor wir es austauschen konnten. Auch unser Zelt war nach dem Anwenden von Duct Tape wieder wasserdicht. Mein Rat an die Bahn: Immer einen gewissen Vorrat an Duct Tape mitführen, dann gibt es bald keine Verspätungen durch technische Defekte mehr. Wer mehr über das Wundermaterial erfahren möchte: en.wikipedia.org/wiki/Duct_tape

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Wie sich herausstellte, kamen wir gerade richtig zu den Australian Open nach Melbourne. Das hatte den positiven Nebeneffekt, dass wir mal Live bei einem solchen Event dabei sein konnten, aber leider auch den Nachteil, das kaum noch Hostelzimmer zu finden waren. Die Zimmer die man noch beziehen konnte waren teurer als ausserhalb der Australian Open, teilweise bis zu 50%.

Da wir eh durch annaehernd alle Hostels in Melbourne gelaufen sind um unseren Autoverkauf anzupreisen, fand sich letztlich eine Unterkunft im Zentrum. Ein Ticket fuer die Australian Open war dann auch schnell gekauft. Wir haben uns entschieden einen Sitzplatz in der Arena zu beziehen, der am ersten Tag $50 kosten sollte. Da offenbar ein paar Plaetze storniert wurden konnten wir noch sehr gute Plaetze in der 10. Reihe in einer der Kurven im Schatten bekommen. Wir haben natuerlich direkt zugeschlagen.

Das erste Spiel haben wir dann auch in der Arena geschaut. Serina Williams gegen Jarmila Gajdosova aus Australien. Das Match war weniger spannend, weshalb wir uns anschliessend dazu entschieden haben den Rest vom Match von Rainer Schuettler zu schauen, einem der deutschen Hoffnungstraegern. Das war schon deutlich spannender. Einen Sonnenbrand spaeter sind wir in den schuetzenden Schatten der Arena zurueck gekehrt und haben beim Match Tsonga gegen Murray mitgefiebert. Das war ein Match, fuer das sich der Eintritt definitiv gelohnt hat. Zum abschluss gab's dann noch Phillip Kohlschreiber. Die deutschen Fans waren mir bei diesem Spiel leider ein wenig - sagen wir - zu aktiv, was den Spass an dem eigentlich recht guten Match etwas gedaempft hat.

Alles in allem ein schoener und erfolgreicher Tag. Auch fuer unsere deutschen Spieler. Den Rest der Australian Open werde ich wohl hier im Hostel oder einem der zahlreichen public viewing Plaetzen ansehen.

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So, da sind wir also letztlich in Melbourne angekommen und das sogar voll im Zeitplan. Zettel um auf unseren Holden Commodore aufmerksam zu machen, haben wir schon in Sydney gedruckt. Der Erste Tag ging also erst mal dafuer drauf herauszufinden wo sich Hostels befinden und diese alle abzuklappern um unsere Anzeige am schwarzen Brett aufzuhaengen. Erschreckenderweise hatte offenbar niemand Interesse an unserem fahrbaren Untersatz, auch das Inserieren in mehreren Internetforen zeigte keinerlei Resonanz. Was also tun?

Wir vermuteten, dass wir unsere Vorstellungen, was den Preis angeht etwas zu hoch angesetzt hatten und die potentiellen Interessenten garnicht erst angerufen haben um zu verhandeln (wir waeren ja durchaus mit weniger zufrieden gewesen). Also stand nach 2 Tagen wieder ein wenig Arbeit an. Wieder alle Hostels abklappern, Preise aendern und den Zettel ggfs. von ganz hinten nach ganz vorne haengen, man sollte ja auch schliesslich sehen, was wir anzubieten hatten. Auch diesmal erfolgte keine Resonanz und wir hatten schon Angst, wir wuerden auf dem Auto sitzen bleiben und das arme Ding muesste am Strassenrand verrosten. Doch dann meldeten sich zwei nette Deutsche, die das Auto auch direkt haben wollten. Erstaunlich war, dass ab diesem Zeitpunkt innerhalb von 2 Tagen insgesamt  7 Leute angerufen haben und Interesse am Holden bekundeten. Spaeter stellte sich heraus, das die Nachfrage einfach ziehmlich gering war.

Selbst Melbourn's Autohaendler waren ueberrascht, wie wenig dieses Jahr um diese Zeit los war. Wer sein Backpackerauto also in Australien verkaufen will, sollte ein wenig Zeit mitbringen, um ggfs. eine Durststrecke ueberwinden zu koennen.  Die von uns eingeplanten 1,5 Wochen waren da schon fast zu knapp.

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Dienstag,
01. Januar 2008
Gravatar: Thorsten Schneider
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Sydney und ein kleines Feuerwerk

In Sydney angekommen, war das erste Ziel das Hostel (Boomerang Backpackers) zu finden. Da es hier ähnlich viele Einbahnstraßen wie in Saarbrücken gibt, die dazu auch noch nicht korrekt in der Karte verzeichnet sind, gestaltete sich dies schon vom Grundsatz her schwierig, wenn man allerdings noch nichtmal die Adresse weiß, wird's dann langsam richtig zur Herausforderung. Dank eines freundlichen Mitarbeiters in einem Konkurrenzhostel, konnten wir dann allerdings doch recht schnell hinfinden.

Bevor ich nun zur eigentlichen Attraktion komme, ein paar Worte über das Hostel. Davon abgesehen, dass es reichlich teuer war, war das Zimmer direkt an der Hauptstraße (= laut) und wegen fehlender Klimaanlage/Ventilator ziemlich warm. Also unter Erholung versteh ich was anderes. Die Duschen waren total versifft und Toilettenpapier war Mangelware. Für die Anzahl der Zimmer, war die Küche deutlich unterdimensioniert. Schließfächer für Dinge die größer sind als ein Geldbeutel kosten doppelt. Einmal zahlt man dafür Miete (Immerhin stolze $4 pro Tag) zum Anderen muß man $2 einwerfen, damit die Tür schließt. Die bekommt man aber nicht etwa zurück, nein, die werden auch eingesackt. Aber genug dazu. Kommen wir zu den schönen Seiten Sydneys.


Harbour Bridge und Opera House sind dabei die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Sydneys, allerdings hat mich der botanische Garten deutlich mehr fasziniert, weniger wegen der Pflanzen als mehr aufgrund der Größe. Nur einige 100m vom Hostel enfernt liegt Kings Cross, die Partymeile Sydneys, in der man aber neben Clubs auch das ein oder andere kleine Restaurant findet. Ein Abstecher dorthin lohnt sich allemal.

Aber kommen wir endlich zum Sydney-Hauptevent: Silvester. Nachdem wir mit mehreren Leuten gesprochen hatten (auch ortskundige Menschen), haben wir entschlossen uns nach dem Mittagessen auf den Weg in Richtung Macquaries Point zu machen. Ein Zimmergenosse meinte dann allerdings am Vorabend das wäre viel zu spät, um noch einen guten Platz zu bekommen. Er gehe um 7 Uhr los, aber er könnte uns dann Plätze freihalten. Dieses Angebot nahmen wir dankend an, da es zum Umwerfen der Planung schon zu spät war.

Nächsten morgen haben wir dann Carla's großen Backpack mit allem benötigten gefüllt (hauptsächlich Essen und Getränke) und sind, entgegen der Planung, schon gegen 11 Uhr aufgebrochen. Am Eingang zum Macquaries Point erwartete uns dann schon eine etwa 1km lange Menschenschlange. Wir wußten aber schon, dass unser Zimmergenosse einer der Ersten war, die rein gekommen sind und dass er zusammen mit ein paar anderen deutschen einen guten Platz ergattert hat. Nach ca. 1,5h anstehen konnten wir uns dann auch hinzugesellen. Mit Blick auf Oper und Harbour Bridge galt es dann die nächsten 12 Stunden noch irgendwie zu überbrücken. Dank Sonnencreme, Essenskram, 15l Apfelschorle und einem halbwegs schattigen Plätzchen gelang das recht gut.

Um 21:00 gabs dann einen kleinen Vorgeschmack auf das Hauptfeuerwerk. Das sogenannte Familienfeuerwerk war allerdings eher sehr klein und hat ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Allerdings haben wir das auf die einige Tage zuvor abgebrannte Fabrik geschoben, die die Feuerwerke für einige Städte in Australien produzieren sollte, darunter auch Sydney. Weitere 3 Stunden später war es dann soweit. Als erste größere Stadt begrüßen wir das neue Jahr und das, wie ich finde, mit einem sehr geilen, wenn auch kurzem, Feuerwerk. Sowohl von der Harbour Bridge selbst als auch daneben und von den angrenzenden Hochhäusern wird das Feuerwerk gezündet. Dabei spielt die Brücke die zentrale Rolle und gerade das macht dieses Feuerwerk so besonders. Aber urteilt selbst...

Nach dem Feuerwerk lösten sich die Menschenmassen rasch auf, aber auf dem Weg in die Stadt herrschte eine geniale Stimmung. Jeder wünscht dir ein frohes neues Jahr und man fühlt sich irgendwie ... zu Hause. Allerdings ist man nach dem stundenlangen Warten und Schmoren in der Sonne nicht mehr unbedingt in Partystimmung, so dass der Abend relativ bald und sehr unspektakulär im Bett endet.

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Samstag,
15. Dezember 2007
Gravatar: Thorsten Schneider
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Brisbane kurz und knapp

Bei der Ankunft in Brisbane begrüßen uns dunkle Wolken, die uns zu der Entscheidung veranlassen, in einem Hostel abzusteigen statt unser Zelt aufzuschlagen. Nach kurzer Begutachtung der einzelnen Unterkünfte fällt unsere Wahl auf's 'Somewhere to Stay' ein äußerst passender Name für ein Hostel. Etwas ausserhalb gelegen zwar, aber dafür sehr ruhig. Als kostenlosen Service gibt's einen Shuttlebus, der in die Stadt fährt.

An sehenswertem gibt es in Brisbane zwar einiges, aber mit ein wenig Ausdauer kann man die einzelnen Stationen ohne weiteres an einem Tag schaffen. Southbank, City Hall mit altem Glockenturm, Boomerang und Didgeridoo Workshop und einiges mehr. Einen weiteren Tag sollte man für das Queensland Museum einplanen. Auf 4 Ebenen wird so ziemlich alles abgefertigt, was man in einem Museum erwartet. Im Erdgeschoss gibt es ausserdem ein Science Center, in dem man auch noch einiges erleben kann.

In Bisbane haben wir uns dann auch noch ein Stück hohles Holz angelacht, das recht schick bemalt ist und dem man ein paar eigensinnige Töne entlocken kann, wenn man weiß, wie man das anstellen soll: Ein Didgeridoo. In der Australian Indigenous Art Gallery gab's dann auch noch eine Übungsstunde umsonst.

Als Abschied haben wir dann noch dem Kangaroo-Point einen Besuch abgestattet, von dem aus man einen äußerst schönen Blick auf die Skyline Brinsbane's werfen kann. Dann ging's auch schon weiter gen Süden...

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