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Montag,
12. November 2007
Gravatar: Thorsten Schneider
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Auf nach Atherton...

Nachdem in Cairns alles erledigt war, haben wir uns auf den Weg nach Atherton in die Tablelands gemacht. Dort wollten wir ein paar Tage bleiben und Judith besuchen, die dort bei 'Gallo's Dairyland' arbeitet und vermutlich auch noch ein weilchen dort bleiben wird. Wer in Atherton unterwegs ist, findet dort gute Burger und Sandwiches, einen extrem geilen Milchshake und selbst gemachten Joghurt, Kaese und Pralinen.

Um Atherton herum gibt es einiges, was man sich anschauen kann, vor allem Regenwald, Seen und Wasserfaelle. Letztere konnten wir leider nicht mehr bei sonnigem Wetter anschauen. Sehr empfehlenswert sind der Cedar Parc, in dem man nach einem leckeren (wenn auch teurem) Essen frei lebende Wallabies streicheln kann, sowie das Majestic Theatre in Malanda. Im aeltesten Kino von Australien kann man sich wochenends in strandstuhlartigen Gebilden niederlassen und einen oder gleich zwei Filme mit einer kleinen Pause ansehen. Die Beschallung ist zwar nicht wie in einem Multiplex-Kino bekannter groesse, aber das Flair, die familiaere Umgebung und das Vorhandensein von Kuschel-Strandstuehlen machen das mehr als wett ;-)

Auf einem oder zwei Tagesausfluegen sollte man sich Malanda Falls, Millaa Millaa Falls, Dinner Falls (inkl. Vulkankrater), sowie Lake Eacham, Lake Tinaroo, Lake Barrine anschauen. Abgerundet wird der Ausflug durch einige Boardwalks und Lookouts auf der Strecke und einem Besuch beim Curtain Fig Tree und beim Cathedral Fig Tree.

Untergebracht waren wir auf dem BIG4-Campingplatz in Atherton und konnten ihn aufgrund einer Aktion sogar eine Nacht umsonst testen. Wer in Atherton mal mit Zelt (und vielleicht mit Laptop) unterwegs ist, sollte ohne Umschweife dort einkehren. Der Platz ist sehr sauber, die Camp Kitchen bemerkenswert gross und es gibt 'Free Wireless LAN'. Das ganze fuer schlappe 20 A$

Nach ein paar Tagen relaxing im kuehleren Atherton geht's dann weiter in Richtung Sueden, mit einem kurzen Abstecher uebers Outback. Stay tuned...

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Nach unserem Abstecher nach Cape Trib haben wir mal einen Tag zum Ueberschreiben des Autos eingerechnet. Im Grunde ist Autofahren in Queensland recht einfach, zumindest was den Papierkrempel angeht (das verfahren ist von Bundesstaat zu Bundesstaat wohl signifikant verschieden). Der Ablauf ist recht simpel. Man kauft ein Auto, besorgt sich ein Roadworthy Certificate (so ne Art Mini-Tuev), fuellt ein paar Formulare aus und zahlt eine Gebuehr, abhaengig von verschiedenen Faktoren. Ab diesem Zeitpunkt zahlt man immer wenn ein Bescheid per Post anflattert seine Gebuehren und bappt den darauf folgenden Sticker an die Scheibe. Kein weiterer Sicherheits-Check, Tuev oder aehnliches. Kein Wunder, dass hier noch Autos aus den fruehen 80ern und aelter auf den Strassen unterwegs sind. Erst wenn das Fahrzeug den Besitzer wechselt, muss ein neues Roadworthy Certificate erstellt werden. Der Vorbesitzer unseres Fahrzeuges hat dies netterweise schon gemacht.

Fuer den Transfer benoetigt man nun folgendes: Eine Customer Number (bekommt man durch Ausfuellen eines weissen Formulars), den Transferbeleg oder Kaufvertrag (gruenes Formular), Nachweiss ueber den momentanen Aufenthaltsort (hier genuegte eine Rechnung des Camping-Platzes), eine ID (Pass, Ausweis) und eine 'Zweitidentifikation' (Stundent ID, Kreditkarte). Nach ein wenig Tipperei von Seiten der Dame am Schalter und Bezahlung einer entsprechenden Summe, hielten wir dann den Passierschein A38 (Voruebergehendes Registration-Certificate) in der Hand.

Interessant finde ich an dieser Praxis zwei Dinge. Solange das Auto den Besitzer nicht wechselt, ist es fuer die Erneuerung der Zulassung egal, ob es fahrtauglich ist oder nicht. Ausserdem kann ich die Adresse eines Campingplatzes angeben, obwohl ich dort eigentlich garnicht wohne. Welche Moeglichkeiten das eroeffnet...

Faktisch gehoert das Auto nun auch rechtlich uns, was sofort durch das Anbringen eines Besitz-Stickers kenntlich gemacht wurde...

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Das Wochenende stand ganz im Zeichen unseres ersten Ausflugs mit dem neuen Auto. Es sollte an der Kueste entlang an den noerdlichsten noch ohne 4WD zu erreichenden Punkt gehen, zum Cape Tribulation (ok, noch ein paar km weiter). Aufbruch war am Samstag, den 3.11.2007. Da wir noch ein paar Vorbereitungen fuer den Trib machen mussten, kamen wir spaeter weg als geplant (wie immer halt) und haben dann erstmal in 'Yorkeys Knob' die Nacht verbracht. Da hier die Sonne recht frueh unter geht (ca. 18:00), geht sie auch recht frueh wieder auf. Perfekte Bedingungen fuer einen fruehen Aufbruch.

Auf dem ungefaehr 138km langen Weg nach Cape Trib haben wir jeweils einen kurzen Stop bzw. Abstecher nach Palm Cove, Port Douglas (phaenomenaler Sonntagsmarkt), Mossman Gorge (Badefluss durch den Urwald) und an einige der zahlreichen Beaches gemacht. Kurz vor Cape Tribulation haben wir dann einen Campingplatz angesteuert (ihr wisst ja, es wird frueh dunkel). 'Cape Tribulation Camping' liegt idyllisch im Regenwald, vom Strand nur durch einen ca. 20m dicken Urwaldstreifen getrennt. Zelten kann man in eigens angelegten Waldbuchten. Dort passt dann sowohl das Auto als auch das Zelt rein.

Der Platz eignet sich hervorragend um morgens zum Cape Tribulation zu starten, was wir dann auch gemacht haben. Ein unglaublich langer Sandstrand umschlossen von dichtem Regenwald und strahlend blauem Meer laedt zum Spazieren gehen ein. Man sollte sich allerdings nicht zu lange dort aufhalten, sonst ist der Sonnenbrand inklusive.

Vom Cape geht's dann noch ein paar Kilometer durch Regenwald und ueber Schotterpiste. Ab diesem Punkt geht's dann nur noch mit 4WD weiter, was aber die wenigsten Touristen wissen, ist, dass nach einem kurzen Fussmarsch durch den Regenwald eine Wohlfuehloase auf sie wartet. Der fast verlassene Emmagen Creek ist ein erfrischender Fluss mit einigen Wasserloechern, in denen man (ohne Angst vor Krokodilen) in glasklarem, kuehlem Wasser baden kann. Im Vergleich zur Mossman Gorge, die ohne weiteres ueber geteerte Strassen und ohne Dschungelpfad-Laufen zu erreichen ist, ist man hier weitgehend vom Massentourismus verschont.

Nach dem erfrischenden Bad ging's dann schnurstracks zurueck in Richtung Cairns. Auf dem Weg noch ein kleiner Zwischenstopp an Lookouts, die wir beim Hochfahren nicht besucht haben und am Trinity Beach. Am fruehen Abend waren wir dann Back in Town mit der Gewissheit, die zwei Tage haben sich gelohnt.

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